Japan zur Kirschblüte

News, Reisebericht

Ein Reisebericht von Melanie Jönsson.

Im April hatte ich das große Glück, Japan im Rahmen einer Rundreise mit dem Veranstalter Studiosus endlich kennenzulernen!

Nach einer langen, aber mit Notausgangs-Plätzen angenehmen Hinreise mit Emirates via Dubai sind wir spät in der Nacht in Tokyo angekommen und bereits am nächsten Morgen in unser Gruppen-Programm mit unserer großartigen Reiseleiterin Yumi Misuno gestartet! Obwohl die Reise mit insgesamt 25 Teilnehmern ausgebucht war, hatten wir nie das Gefühl, dass die Gruppe zu groß wäre. Dies liegt z. T. auch an dem Audio-System, mit dem man die Reiseleiterin immer gut hört, auch wenn man nicht direkt neben ihr mitgehen kann.

Am ersten Tag in Tokyo standen u. a. der Meiji-Schrein und der Asakusa-Kannon-Tempel auf dem Programm, für einen ersten Überblick über die Stadt sind wir auf den Tokyo Tower gefahren. Abgerundet wurde der Tag von einem gemeinsamen Abendessen in einem Izakaya, einem japanischen Pub, in dem wir das erste Mal richtig japanische Küche außerhalb der uns geläufigen Sushi-Variationen erleben konnten! Wir hatten das ganz große Glück, die vollen zwei Wochen in allen Orten die Kirschblüte zu erleben, die tatsächlich zwei Wochen später als vorhergesagt da war! Es gibt hier zwar immer Vorhersagen aller Art, aber die Natur macht dennoch, was sie will! Auf der Fahrt zum Hamana-See hatten wir gehofft, den Fuji-San zu sehen, leider zog es jedoch so zu, dass wir aus dem Bus nur kurz den Fuß des Berges sehen konnten, eine kleine Enttäuschung! Mit Bus und Fähre ging es dann nach Ise zum Schrein der Sonnengöttin und zu den „Ehe-Felsen“ in Meoto-Iwa.

Am nächsten Tag erwarteten uns gleich zwei Highlights der Reise: Nara und Kyoto! Der buddhistische Todaiji-Tempel mit dem Großen Buddha ist UNESCO-Weltkulturerbe und bereits der Weg vom Parkplatz zum Tempel ist ein großes Abenteuer durch die zahlreichen freilebenden Hirsche, die überall herumlaufen und von den Besuchern mit großer Freude mit Hirsch-Keksen gefüttert werden! In Kyoto haben wir uns als erstes den Hauptbahnhof Kyoto Station mit seiner futuristischen Architektur von oben angesehen: mit den Rolltreppen geht es bis zum Skyway im 10. Stock, das ist nichts für Leute mit Höhenangst!

Der nächste Morgen startete früh mit einer Meditation mit einer Priesterin im Kodai-Tempel, danach ging es zum Goldenen Pavillon und schließlich zum UNESCO-Weltkulturerbe Ryoan-Tempel! Kyoto ist deutlich größer als ich erwartet hatte, hat ein gutes Bus- und Bahnnetz, so dass alles wunderbar erreichbar ist. Das bekannte Gion-Viertel ist mittlerweile leider so überfüllt, dass es bereits Seitenstraßen gibt, die für Touristen gesperrt wurden. Hier begegnet einem mit Glück sogar eine echte Geisha (ich konnte die Dame leider so schnell nicht fotografieren), es laufen aber auch zahlreiche Touristinnen in bunten Kimonos herum!

Mit dem Zug sind wir dann nach Takayama in den Japanischen Alpen gefahren, leider hatte das Wetter sich mittlerweile wieder verändert und es erwarteten uns zwei richtige Regentage…Nach einer Sake-Probe ging es in ein „japanisches Abenteuer“, die Übernachtung in einem typischen Ryokan! Wer möchte, kann sich hier im ganzen Haus im Hauskimono bewegen (auch zum Abendessen), bevor man sich auf dem Futon zur Nachtruhe begibt. Unser Ryokan hatte auch ein Thermalbad, hierfür gibt es eine Etikette, die unsere Reiseleiterin gerne erklärt hat. Das Essen abends und vor allem auch zum Frühstück war ein absolutes Abenteuer, vieles davon hatte ich noch nie gesehen oder geschmeckt gehabt! Viel eingelegtes Gemüse, Fisch, aber auch Fleisch für den Hot Pot: Wer hier nicht „experimentierfreudig“ ist, sollte lieber eine Packung Kekse dabeihaben.

Am nächsten Tag waren wir wieder mit dem Bus unterwegs nach Kanazawa mit einem Stopp im Bergdorf Shirakawa-go (UNESCO-Welterbe) und dem Kenroku-Garten. In Kanazawa angekommen, ging es dann in das Nagamachi-Viertel in die Vergangenheit der Samurai. Nach einer Übernachtung ging es mit dem Shinkansen wieder zurück nach Tokyo, großartig versorgt mit einem typischen Ekiben-Mittagsimbiss, der in riesiger Auswahl am Bahnhof gekauft werden kann.

In Tokyo sind wir dann auf eigene Faust noch nach Shibuya mit der berühmten „Alle-gehen-Kreuzung“ (Zebrastreifen kreuz und quer und alle haben gleichzeitig grün!), zum Messer-Kauf ins Küchenartikel-Viertel Kappabashi und auch nach Shinjuku gefahren. Alle Viertel sind lebhaft, viele Leuchtreklamen, Restaurants, riesige Drogerie-Märkte über mehrere Etagen und geschäftiges Treiben!

Der letzte Tag mit Studiosus hat uns dann noch vor die Tore von Tokyo nach Kamakura geführt. In dem kleinen Küstenort waren noch zwei sehr schöne Tempelanlagen: der bronzene Riesenbuddha und der Hasedera-Tempel. Die Rundreise mit Studiosus war damit zu Ende, aber als echter Disney-Fan habe ich es mir nicht nehmen lassen, das Disneyland Tokyo zu besuchen! Zwei außergewöhnliche Themenparks (Disneyland und Disney Sea), alles „etwas anders“ als in den Parks in den USA oder in Paris und für jeden Liebhaber ein MUSS. Ich fühlte mich in Japan zu jeder Zeit unglaublich sicher und wohl, auch wenn alles so neu und anders war. Für eine erste Japan-Reise fand ich Studiosus die ideale Begleitung, denn das Land ist nicht „selbsterklärend“! Vor allem kulinarisch hat mich das Land sehr begeistert, selbst in den Lebensmittel-Abteilungen der Kaufhäuser gab es Sushi und andere Delikatessen auf höchstem Niveau zu einem sehr guten Preis!

Japan ist aufgrund der weiten Anreise und der Hotelpreise kein günstiges Reiseland, die Kosten vor Ort für Getränke und Essen sind allerdings absolut vernünftig. Hinzu kommt die riesige Nachfrage der Touristen aus aller Welt, Japan ist beliebter denn je und entsprechend voll!

Sprechen Sie mich bei Interesse gerne an, ich habe noch so viel mehr zu berichten!